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Im Rahmen der Forschungsarbeiten zum Process Mining entstehen Software-Werkzeuge und -Systeme. Der Zweck dieser Software besteht einerseits darin, theoretische Erkenntnisse praktisch umzusetzen und zu evaluieren, andererseits stehen mit ihr Softwarelösungen für Process Mining zur Verfügung. Zwei dieser Lösungen, die Prozess-Workbench und der Prozessassistent , werden Ihnen auf dieser Seite vorgestellt.


Die Process-Mining-Workbench ist ein Werkzeug zur Induktion von sowie zur Modellierung, Analyse und Simulation von Prozessmodellen. Die Die Process-Mining-Workbench unterstützt das lineare Meta-Prozessmodell. Die Prozessmodelle können als Baum, Graph oder Term dargestellt werden. Der Anwender kann beliebig komplexe Geschäftsprozesse in der Workbench modellieren. Das Werkzeug bietet ihm hierfür in jedem Modellierungsschritt eine Vielzahl von Funktionen, die auf einzelne Aktivitäten genauso gut wie auf Prozessfragmente oder ganze Prozessmodelle angewendet werden können. Die Modellierung defekter Prozesse ist jedoch in der Workbench durch die Verwendung des linearen Meta-Prozessmodells ausgeschlossen. Die erstellten Prozessmodelle können in einem Repository verwaltet werden. Ebenso ist die Speicherung als Datei im Binär- oder XML-Format möglich.

Prozess-Workbench

Prozessmodelle können in der Die Process-Mining-Workbench simuliert werden. Dadurch hat der Anwender die Möglichkeit, synthetische Daten von Prozessausführungen zu erstellen. Diese Daten können zum Testen der implementierten Process-Mining-Algorithmen verwendet werden. Ebenso kann die Workbench auf Protokolldaten real ausgeführter Prozesse zugreifen. Aus diesen Daten können vollständige Prozessmodelle induziert werden. Die Die Process-Mining-Workbench ist als Java-Anwendung implementiert. Sie kann somit auf nahezu allen Plattformen eingesetzt werden. Die Workbench bietet dem Anwender eine graphische Benutzeroberfläche, über die alle Funktionen einfach erreichbar sind.


Der Process Modeler ist ein Werkzeug zur Ansicht und Weiterverarbeitung der mit der Process-Mining-Workbench gewonnenen Prozessmodelle. Er kann darüber hinaus auch unabhängig vom Einsatz der Workbench zur Modellierung und Analyse neuer Prozessmodelle eingesetzt werden. Er verwendet das selbe Meta-Prozessmodell wie die Process-Mining-Workbench.


Der Prozessassistent ist ein System zur Unterstützung einer Organisation bei der Ausführung ihrer Geschäftsprozesse sowie deren Dokumentation. Um beide Funktionen zu erfüllen, fertigt das System ein Modell aller laufenden Prozessinstanzen eines Anwendungsbereiches an und speichert dieses Modell über den Abschluss der einzelnen Instanzen hinaus in einer Datenbank. Hierzu bietet der Prozessassistent einer beliebigen Anzahl von Anwendern einen Zugriff auf sein Modell, der es ihnen erlaubt, dieses Modell permanent mit dem Fortschreiten der Prozessausführung abzugleichen. Der Prozessassistent koordiniert die Prozessausführung indem er alle Anwender über den aktuellen Bearbeitungsstand aller laufenden Prozesse informiert. Das System greift jedoch nicht aktiv in die Steuerung der Prozesse ein. Vielmehr geht es davon aus, dass die ausführenden Mitarbeiter die Steuerung ihrer Prozesse weitaus besser leisten können. Durch die Überwachung von Konsistenzbedingungen und eine entsprechende Benutzerführung kann durch das System eine hohe Qualität der Protokolldaten sichergestellt werden. Das System wird dahingehend optimiert, dass sein Einsatz ein Minimum an Aufwand für den einzelnen Benutzer mit sich bringt.

Client Prozessassistent


Die Arbeitsweise des Prozessassistenten kann durch die Interaktion des Anwenders mit ihm zur Protokollierung seiner Aktivitäten und Entscheidungen beschrieben werden. Das System stellt eine Menge von Prozess- und Aktivitätstypen zur Verfügung. Der Anwender protokolliert den Beginn einer neuen Prozessausführung mit dem Anlegen einer neuen Prozessinstanz. Er nimmt hierbei eine Zuordnung dieser Instanz zu einem Prozesstypen vor. Die Prozessausführung setzt sich aus den Ausführungen von Aktivitäten zusammen. Der Prozessassistent bildet diese innerhalb von Prozessinstanzen ab, indem er den Anwender Aktivitätsinstanzen in die jeweiligen Prozessinstanzen einfügen lässt. Diese Aktivitätsinstanzen werden dabei den verfügbaren Aktivitätstypen zugeordnet. Beginnt der Anwender mit der Ausführung einer Aktivität so erzeugt der Prozessassistent für die entsprechende Aktivitätsinstanz ein Startereignis. Zusätzlich erfragt er mögliche Kriterien und deren Ausprägung, die für die Entscheidung des Anwenders, die Aktivität zu diesem Zeitpunkt auszuführen, ausschlaggebend waren. Beendet der Anwender die Aktivität so protokolliert er dies mit der Erzeugung eines Endereignisses. Wird eine Prozessinstanz abgeschlossen erfolgt zunächst eine abschließende Bewertung dieser Instanz durch den Anwender. Anschließend wird diese Prozessinstanz aus dem Teilmodell der laufenden Prozessinstanzen entfernt und steht für das Process Mining zur Verfügung. Über alle von einem Anwender vorgenommenen Änderungen am Modell werden unverzüglich allen anderen Anwendern durch den Prozessassistenten informiert.

Der Prozessassistent ist als internetbasiertes Client-Server-System realisiert. Der Server setzt auf einem Datenbankmanagementsystem (DBMS) auf, das die Datenbank zur Speicherung der Protokolldaten verwaltet. Er arbeitet mit dem Teilmodell der laufenden Prozessinstanzen. Dieses Teilmodell stellt der Server allen Clients unter Berücksichtigung von Zugriffsrechten zur Verfügung, synchronisiert deren Zugriff auf das Modell und überwacht dabei die Einhaltung von Konsistenzbedingungen. Die Client-Software bietet dem Anwender über eine graphische Benutzeroberfläche die Repräsentation des aktuellen Zustands des Modells der laufenden Prozessinstanzen und ermöglicht ihm die Fortschreibung der Prozessprotokolle durch einfaches Anklicken von entsprechenden Befehlen auf der Oberfläche. Die Implementierung von Client- und Server-Software erfolgte in Java, die Kommunikation der einzelnen Komponenten basiert auf der Internettechnologie. Hierdurch wird ein plattformunabhängiger Einsatz des Prozessassistenten in verteilten, heterogenen IT-Landschaften gewährleistet. An den Server können beliebige relationale DBMS über Standardschnittstellen angebunden werden.

© 2001-2004 Guido Schimm

 
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